Mitarbeiterinnen des Friedhofscafés besuchten den Anrather jüdischen Friedhof in der Zilsdonk

Am 19.05.2017 machte sich eine Gruppe von Mitarbeiterinnen des Friedhofscafés auf zum jüdischen Friedhof in Anrath. Um 16 Uhr erwartete Herr Bernd-Dieter Röhrscheid uns schon am Eingang des Friedhofs, wo 2011 eine Gedenktafel angebracht wurde. Anschaulich brachte Herr Röhrscheid uns die Geschichte der Juden in Anrath und speziell des jüdischen Friedhofs nahe, auf dem auch die verstorbenen Neersener Juden beerdigt wurden. Der Friedhof bestand schon vor 1800. Wir erfuhren, dass die Anrather, Neersener und Schiefbahner Juden seit ca. 1858 als Filialgemeinde zum Gladbacher Synagogenbezirk gehörten und ab Mitte der 1927 Jahre zur Synagogengemeinde Krefeld. Während der NS-Zeit ging das jüdische Friedhofsgelände in kommunale Hand über; 1938 wurde der Friedhof erheblich zerstört.

Weiterbildung für die Mitarbeiterinnen des Friedhofscafés

An zwei Nachmittagen im März trafen sich die Mitarbeiterinnen des Friedhofscafés zur Fortbildung. Gemeindereferentin Marieluise Hüls, vermittelt vom Forum Krefeld-Viersen, hatte den gewünschten Themenbereich („Wie führe ich Gespräche mit Trauernden, Einsamen usw.“) so aufbereitet, dass die Teilnehmerinnen an eigene Erfahrungen im Bereich Trauer-Tod-Verlust und im Bereich Einsamkeit herangeführt wurden und damit die Grundlage dafür gelegt wurde, anderen Menschen in ähnlichen Situationen wirklich begegnen und begleiten zu können. Die Teilnehmerinnen nahmen die Herausforderung an und ließen sich auf den Weg ein. Fazit: die meisten nahmen nicht nur neues Fachwissen mit nach Hause, sondern waren auch um einige Erfahrungen reicher geworden.

Mitarbeitertreffen des Friedhofcafés

Button 5JahreDie Mitarbeiterinnen des Friedhofscafés kamen am 12. Januar traditionell zu ihrem Treffen in der Niederrheinstube des Pfarrheimes zusammen. Nach der Begrüßung durch Dietmar Prielipp von der Leitung des Friedhofcafés ließ man zuerst die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. Geprägt war dies von den Veranstaltungen anlässlich des 5-jährigen Bestehens, die im September für die Mitarbeiterinnen mit einem Besuch des Melatenfriedhofes in Köln abgeschlossen wurden. Um "Das Friedhofscafé morgen" in den Blick zu nehmen, wurde das von einer Projektgruppe erarbeitete Programm für das laufende Jahr vorgestellt und besprochen.

Mitarbeiterausflug zum Melatenfriedhof

1103 Melaten 20160912 Glutting IMG 4207 MediumNach zwei öffentlichen Veranstaltungen anläßlich des 5jährigen Bestehens des Friedhofcafés waren die Mitarbeiterinnen eingeladen zu einem Ausflug zum Melatenfriedhof nach Köln.

Am 12. September war es soweit. Nach der Fahrt zum Osterather Bahnhof, einer kurzen Pause im Café und der Fahrt mit Zug und Bahn trafen die Damen auf dem Melatenfriedhof ihren Stadtführer "Köln-Ede". Zunächst führte er kurz in die Geschichte dieses weit über die Kölner Grenzen hinaus bekannten Friedhofes ein. Dann begleitete er die Gruppe über große Alleen und kleinere Wege an unzähligen Grabstätten vieler bekannter Persönlichkeiten und an imposanten Grabanlagen einiger Dynastien vorbei. Köln-Ede, mit bürgerlichem Namen Edmund Tandetzki, erklärte in kurzweiliger Form so manches Wissenswerte über die "Bewohner" der Gräber, die Symbole auf den Grabsteinen und Monumenten, die Problematik der vorgenommenen Veränderungen an den Grabstätten durch die Paten und die Anforderungen des Denkmalschutzes.

Friedhofscafé Willich auf den Spuren der Stolpersteine in Anrath

StolpersteineAm Samstag, den 28.Mai 2016 traf sich eine kleine Gruppe, um mit Bernd Dieter Röhrscheid die Anrather Stolpersteine abzugehen. Dazu hatte das Friedhofscafé Willich eingeladen. 27 Stolpersteine sind in Anrath verlegt worden, immer da wo Anrather Juden zuletzt frei gewohnt haben, bevor ihnen die Ausreise gelang oder sie deportiert und ermordet wurden. Anschaulich erzählte Herr Röhrscheid über das Schicksal der Anrather Juden. Dazu zeigte er viel Bildmaterial, die Stammbäume der jüdischen Familien, sogar die Kopie eines Totenscheines, auf dem verzeichnet war, dass ein jüdischer Mitbürger an Lungenentzündung in einem KZ verstorben ist. Für manche Nachkommen einer der Überlebenden ist der Stolperstein so etwas wie ein Grab, denn viele Tote aus den jüdischen Familie, die in den KZ umgekommen sind, haben kein Grab. So kann der Stolperstein an die ermordeten Familienmitglieder erinnern. Am Ende haben wir das Kaddisch gelesen, das Totengebet der Juden, und gemeinsam das Vater unser gebetet.

Erinnern wir uns, wenn wir die Stolpersteine sehen, bleiben vielleicht kurz stehen, denken an die Menschen, die hier bei uns gelebt haben.

 

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16. November 2018

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